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Kostendämpfung / Globalbudget

Kostendämpfung / Globalbudget

Bundesrat, Parlament und einzelne Parteien haben im Jahr 2017 beschlossen, das Kostenwachstum im Gesundheitswesen dämpfen zu wollen. Verschiedentlich wird die Einführung eines Globalbudgets gefordert. Die FMH unterstützt Kostendämpfungsmassnahmen, welche die wirkungsvoll und ohne Einschränkungen der Patientenversorgung realisierbar sind. Das Globalbudget hingegen löst keine Probleme und geht zulasten der Patientinnen und Patienten.

Die monatlichen Ausgaben des Durchschnittshaushalts für die Krankenkassenprämien sind zwischen 2006 und 2014 um 100 Franken gestiegen. Die Gründe für den stets steigenden Mittelbedarf liegen in der demographischen Entwicklung (alternde Bevölkerung) und dem medizinischen Fortschritt, der immer mehr Möglichkeiten für früher nicht therapierbare Erkrankungen eröffnet.

Die Mittel sollen aber möglichst effizient eingesetzt werden und so fordert auch die FMH wirkungsvolle Kostendämpfungsmassnahmen, welche das Effizienzpotenzial ausschöpfen und weder zu Lasten der Versorgungsqualität gehen noch zu einer Zweiklassenmedizin führen.

Kosten dämpfen, aber richtig

  • Administrative Belastung reduzieren
  • Einheitliche Finanzierung einführen
  • Ambulante Versorgung stärken
  • Strukturen optimieren
  • Gesamtkostensicht mit Abbildung des Nutzens einführen

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Auswirkungen des Globalbudgets

Nachfolgender Film erklärt kurz, welche Auswirkungen ein Globalbudget auf die Patientinnen und Patienten hat.

Das meinen Experten zu Globalbudgets

Globalbudgets im Gesundheitswesen sind nichts Neues: Deutschland kennt das Globalbudget flächendeckend für den ambulanten wie stationären Sektor. Auch in den Niederlanden müssen von der Regierung festgelegte Ausgabenziele eingehalten werden. Und in der Schweiz können gemäss Art. 51 KVG die Kantone im stationären Bereich bereits heute mit Globalbudgets arbeiten. Anwendung finden sie allerdings nur in den Kantonen Genf, Tessin und Waadt.

Globalbudget als Allerheilmittel? Sehen und hören Sie in die kurzen Videostatements rein. Experten in unterschiedlichen Fachbereichen und aus verschiedenen Ländern erläutern, welche Erfahrungen sie mit Globalbudgets gesammelt haben und ob ein Globalbudget ihrer Meinung nach ohne weiteres auf die Schweiz übertragbar ist.

 

Dr. med. Jürg Schlup

Präsident der FMH

 
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Prof. Dr. Ueli Kieser

Institut für Rechtswissenschaften und Rechtspraxis an der Hochschule St. Gallen

 
 

Prof. Dr. Volker Ulrich

Universität Bayreuth

 
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Christian Camponovo

Direktor Clinica Luganese

 
 

Dr. Dominik Graf von Stillfried

Geschäftsführer Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland

 
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Heleen Post

Niederländische Patienten- und Konsumentenföderation

 

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