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Medizinische Qualität – breite Förderung

Die SAQM fördert alle Aspekte der ärztlichen Qualitätsarbeit mit Nutzen für Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie Ärztinnen und Ärzte und übernimmt eine Vorreiterrolle für die Qualität in der Medizin. So wird die medizinische Qualität beispielsweise durch eigene Projekte, durch Wettbewerbe sowie durch die Unterstützung und Begleitung externer Projekte weiterentwickelt.

 

Laufende Projekte

 

Medizinische Guidelines sollen helfen, im Interesse der bestmöglichen Behandlung der Patientinnen und Patienten evidenzbasierte Entscheidungen zu treffen. Es gibt bereits unzählige Guidelines und laufend entstehen neue. Dies erschwert den Überblick und führt zu Unsicherheiten bei der Verwendung.

 

Die von der SAQM geplante Online-Plattform soll hier Abhilfe schaffen: Sie wird einheitlich strukturierte Guidelines dokumentieren und damit einen Überblick sowie Informationen über die Guidelines bieten.

 

Fachgesellschaften, Spitäler/Kliniken und weitere Organisationen im Gesundheitswesen sind bis Mitte Juli 2017 zur Dokumentation der von ihnen anerkannten Guidelines eingeladen. Ende August 2017 wird die Online-Plattform aufgeschaltet und jährlich aktualisiert.  

 

 

Wie beeinflussen Richtlinien und Empfehlungen die medizinische Behandlung?

Das Institut für Epidemiologie, Biostatistik und Prävention der Universität Zürich untersucht im Rahmen eines vom Schweizerischen Nationalfonds finanzierten Projekts die Auswirkungen von Richtlinien und Empfehlungen auf die medizinische Behandlung. Zur Nutzung von Synergien steht die FMH/SAQM im Austausch mit den Projektverantwortlichen Prof. Dr. Matthias Schwenkgelenks und Prof. Dr. med. Holger Dressel.

 

 

Empfehlungen zum Umgang mit Interessenkonflikten bei der Ausarbeitung von Guidelines

Das Positionspapier «Nachhaltige Medizin» der SAMW fordert, dass die Auswahl medizinischer Interventionen mit Augenmass zu erfolgen hat. Die Haltung «möglichst alles zu machen, und zwar möglichst sofort» solle ersetzt werden durch die Haltung «genug zu machen, aber nicht zu viel». Mit neu veröffentlichten Empfehlungen bietet die SAMW nun Orientierung für solche «wise choices».

 

Die SAMW geht von drei Bedingungen aus, unter denen «wise choices» überhaupt erst möglich werden: 1. Unabhängige Guidelines definieren eine «Baseline» für Qualität im weiten Sinn; 2. der Arzt und der Patient entscheiden gemeinsam im Sinne des «shared decison making»; 3. Interessenkonflikte sind konsequent offenzulegen, und der Umgang damit ist zu klären.

 

Die Empfehlungen zum Umgang mit Interessenkonflikten vermitteln eine Übersicht über die bestehenden Regelungen in der Schweiz und in ausgewählten Ländern. Sie formulieren drei grundlegende Prinzipien (Offenlegung; Vermeiden; Management) und skizzieren sieben «Leitplanken», die beim Umgang mit Interessekonflikten zu beachten sind. Die Empfehlungen sind auf der SAMW-Website online abrufbar: samw.ch > Publikationen > Empfehlungen.

 

 

Für die Beurteilung der Angemessenheit und Wirksamkeit einer Therapie sind Daten medizinischer Register notwendig. Mittels eines fachbereichsübergreifenden Fragebogens sind Daten zur Diagnose, Indikation und Zielerreichung zu erfassen. Die in einem zentralen Register (Patient Centered Outcome Registry, PCOR) eingespeisten Daten können nach der Auswertung als Grundlage dienen, um ein Abfragesystem für bedarfsgerechte Therapien zu entwickeln. In einem Pilotprojekt soll die Praxistauglichkeit und der Nutzen des Fragebogens getestet werden.

Dokumente

Links

 

 

Die Allianzpartner H+, FMH und SVPL haben zusammen mit der Arbeitsgruppe «Peer Review» das Detailkonzept «Helvetisierung des IQM standardisierten Peer Review-Verfahrens» erstellt. Hintergrund ist die Einführung eines national einheitlichen Peer Review-Verfahren, dieses kann bei statistischen Auffälligkeiten durchgeführt werden: Die Spitäler analysieren gemeinsam mit externen Peers (Fachkollegen) Patientenakten, um Verbesserungspotenziale bei den Behandlungsabläufen zu finden.

 

Für das Detailkonzept wurde nicht nur der IQM-Ansatz an die sprachlichen und kulturellen Besonderheiten der Schweiz angepasst, sondern auch das Prinzip der Interprofessionalität aufgenommen. Die im Pilotprojekten gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen ermöglichen einen engen Praxisbezug und fliessen in die definitive Umsetzung ab 2016 mit ein. H+ soll dabei die Rolle als nationale Koordinations- und Informationenstelle wahrnehmen und so die Kommunikation und Verankerung der definierten Werte und Prinzipien sicherstellen.

Dokumente

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Von verschiedensten Seiten werden zurzeit Behandlungspfade gefordert. Denn die Fortschritte in der Behandlung von Krankheiten und die Spezialisierung haben zur Folge, dass zunehmend mehr verschiedene Fachleute in die Behandlungskette involviert sind. Für die Patientinnen und Patienten bedeutet dies, dass sie über einen Zeitraum hinweg entweder sequenziell oder parallel von verschiedenen medizinischen Fachpersonen behandelt werden.

 

Gemeinsam mit 21 medizinischen Fachgesellschaften und nichtärztlichen Berufsgruppen versucht die SAQM mittels einem Pilotprojekt anhand des Kolorektalkarzinoms, einen sektoren- und berufsgruppenübergreifenden Behandlungspfad zu entwickeln.

Mit dem Pilotprojekt sollen wertvolle Erfahrungen bezüglich Mehrwert und Aufwand der Erstellung von sektorenübergreifenden Behandlungspfaden mit vielen Schnittstellen sowie der damit einhergehenden berufsgruppenübergreifenden Zusammenarbeit gesammelt werden. Mit der Fokussierung des Pilotprojekts auf sektoren- und berufsgruppenübergreifende Aspekte betritt die SAQM zusammen mit allen beteiligten Berufsgruppen spannendes aber auch herausforderndes Neuland!

 

 

In der Praxis, im Ärztenetzwerk oder im Spital: Qualitätsarbeit hat sich in der Schweizer Ärzteschaft etabliert. Um die Bandbreite der medizinischen Qualitätssicherung und -entwicklung zu präsentieren, hat die FMH eine Online-Plattform zur Wissensvermittlung und Vernetzung von Qualitätsbestrebungen geschaffen.

 

 

Qualitätsaktivitäten oder –instrumente wie beispielsweise Qualitätszirkel, Patientenbefragungen, Qualitätsmanagementsysteme, interdisziplinäre Fallbesprechungen usw. sind aus dem Alltag der Ärztinnen und Ärzten nicht wegzudenken. Verschiedene Erhebungen der Schweizerischen Akademie für Qualität in der Medizin SAQM der FMH zeigen auf, dass die Bandbreite von Qualitätsaktivitäten enorm gross ist. Was diese Aktivitäten aber im Einzelnen tatsächlich an Nutzen und an Aufwand bedeuten, ist bis heute in den meisten Fällen nicht ermittelt. Daher hat die SAQM zusammen mit einem interdisziplinären Projektteam und mit fachlicher Unterstützung durch das Kompetenzzentrum Qualitätsmanagement der Berner Fachhochschule ein praxisnahes, strukturiertes Bewertungsinstrument aus der Praxis für die Praxis entwickelt.

 

Nach mehrfachen Tests in der Praxis steht das Instrument nun Fachgesellschaften, Gruppenpraxen, Qualitätszirkel und weiteren interessierten Gruppen für die Verwendung zur Verfügung. Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme: saqm@fmh.ch oder Telefon 031 359 11 11.

 

 

Ärztinnen und Ärzte sind beruflich stark gefordert – manchmal so stark, dass es zu gesundheitlichen und / oder psychischen Beschwerden kommt. Die FMH unterstützt im Rahmen der SAQM die Ärzteschaft in schwierigen Situationen mit ReMed, dem Unterstützungsnetzwerk für Ärztinnen und Ärzte. ReMed kennt die Belastungen, welche der Arztalltag mit sich bringt, und zeigt Handlungsmöglichkeiten für die Ratsuchenden auf – das Angebot ist speziell auf die Bedürfnisse der Ärzteschaft ausgerichtet.

 

 

 

Der Verein QualiCCare wurde Mitte 2013 gegründet. Der Verein bezweckt die Erarbeitung und das Verfügbarmachen von Grundlagen für die Verbesserung der Behandlung und Betreuung chronisch Erkrankter in der Schweiz. Während der Pilotphase wurden anhand von zwei ausgewählten Erkrankungen (COPD, Diabetes Mellitus Typ 2) konkrete Massnahmen für eine optimierte und koordinierte Behandlung chronischer Krankheiten erarbeitet. QualiCCare wurde 2011 unter der Schirmherrschaft des damaligen EDI-Vorstehers Didier Burkhalter lanciert und ist auf eine breite Trägerschaft abgestützt. Ausgehend von internationalen Richtlinien wurden essenzielle Behandlungselemente identifiziert, für welche in der Schweiz im Vergleich zu «Best Practice»-Beispielen Verbesserungspotenzial besteht. Der Ansatz soll mit Implementierungsprojekten getestet und evaluiert werden. Die FMH ist seit 2014 Mitglied des Vereins QualiCCare

 

 

Die Telefon-Triage bei der Kontaktaufnahme von Patienten mit der Arztpraxis ist ein wichtiger Hot-Spot der Patientensicherheit in der ambulanten Grundversorgung, wie eine entsprechende Studie der Stiftung für Patientensicherheit deutlich ergeben hat. So kommen Fehleinschätzungen der Dringlichkeit des Patientenanliegens bei der Kontaktaufnahme des Patienten mit der Praxis nicht selten vor. Sie können zudem für die betroffenen Patienten mit ernstzunehmenden Folgen verbunden sein.

In der Schweiz liegen kaum Erkenntnisse über die Sicherheit der Telefon-Triage in der Grundversorgung vor, obwohl dies für die allermeisten Patienten der primäre Weg für den ersten Versorgungskontakt ist. Die Stiftung für Patientensicherheit führt daher das Projekt «Sicherheit der Telefon-Triage in der Grundversorgung» durch, das die Risiken für die Patientensicherheit konkretisieren und praxisorientierte Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen soll.

 

Im Rahmen des Projekts entwickelte die Stiftung einen Leitfaden für Hausarztpraxen. Er hilft Strukturen und Rahmenbedingungen rund um die Telefontriage und ihre Auswirkungen auf die Patientensicherheit zu beleuchten.

 

Das Projekt ist massgeblich durch die FMH finanziert.

 

Abgeschlossene Projekte

 

Die Stiftung Patientensicherheit Schweiz fordert mit dieser Erklärung alle Stakeholder im Gesundheitswesen auf, die aus dem erfolgreich abgeschlossenen Pilotprogramm progress! Sichere Chirurgie und insbesondere die aus dem 2-jährigen Vertiefungsprojekt mit 10 Pilotspitälern gewonnenen Erkenntnisse und Empfehlungen zur weiteren Verbesserung der Patientensicherheit in der Chirurgie in der Schweiz zu nutzen. Eine weitere Basis zur Formulierung dieser Erklärung bilden allgemeine Erkenntnisse und Wissen aus dem Sicherheitsmanagement.

   

Die FMH / SAQM unterstützt diese Erklärung.

 

 

Das Projekt «Forum medizinische Register Schweiz» diente dazu, die Transparenz im Bereich der in der Schweiz geplanten und aktiven Register zu fördern. Es zeigte auf, wo welche medizinischen Daten und Qualitätsdaten mittels Registern erhoben werden und welcher Datenzugang besteht. Im Rahmen dieses Projekts baute die FMH die Online-Plattform «Medizinische Register Schweiz» auf. Diese hat zum Ziel, Interessierten die gesammelten Informationen über die Register zugänglich zu machen, die Vernetzung unter den Registerbetreibenden zu fördern und als Orientierungshilfe beim Aufbau von neuen Registern zu dienen. Sie enthält für jedes Register einheitlich strukturierte Informationen, bestehend aus einem Kurzbeschrieb und Angaben zur geographischen Abdeckung, Datenarten und -erfassung, Population, Teilnahmemöglichkeit, Datenzugang, Finanzierung oder Berichterstattung.

 

Die Online-Plattform wird regelmässig aktualisiert und dient als Basis für weitere Arbeiten der SAQM zum Thema Register. 

 

 

Ärztinnen und Ärzte engagieren sich in ihrer Praxisarbeit täglich für die Qualitätssicherung: Sie führen beispielsweise regelmässig Medikamenten- und Laborkontrollen durch, fragen nach der Zufriedenheit ihrer Patienten, besuchen Fortbildungen oder besprechen gemeinsam anspruchsvolle Fälle.

 

Oft sind diese Aktivitäten für die Öffentlichkeit jedoch zu wenig sichtbar. Deshalb realisierte die FMH in Zusammenarbeit mit interessierten Fachgesellschaften das Projekt «Q-Monitoring ambulante Medizin CH», welches die Qualitätsaktivitäten in der ambulanten Medizin erfasste und transparent darstellt. Auf dieser Datengrundlage kann die Ärzteschaft nun Auskunft über die Bandbreite und Häufigkeit der durchgeführten Qualitätsaktivitäten der ambulanten ärztlichen Leistungserbringer geben.


Die SAQM plant, die Erhebung von Qualitätsaktivitäten periodisch zu wiederholen. Zudem sind durch die SAQM weitere Arbeiten in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Fachgesellschaften vorgesehen.

 

 

 

Die Studie, welche die Stiftung für Patientensicherheit durchführte und die FMH massgeblich mitfinanzierte, hatte folgende Ziele: sicherheitsrelevante «Hot-Spots» in der Grundversorgung identifizieren, das Sicherheitsklima in den Praxen erfassen sowie das Bewusstsein für die Patientensicherheit erheben. Mit Hilfe eines standardisierten Fragebogens wurden Ärzte und medizinische Praxisassistentinnen zu Sicherheitsproblemen und kritischen Ereignissen sowie zum Sicherheitsklima in ihrer Praxis befragt.

 

Die Ergebnisse zeigen, dass die relevantesten Sicherheitsrisiken im Medikationsprozess, in der (Telefon-)Triage bei Kontaktaufnahme der Patienten, in der Diagnosestellung und in der Überwachung der Patienten in der Praxis bestehen. Aber auch die Untersuchungen und die therapeutischen Massnahmen stellen relevante Risikobereiche in den Grundversorgungspraxen dar. Die empirisch aus der Studie abgeleiteten Handlungsfelder zeigen auf, welche Risiken für die Patientensicherheit die in der Grundversorgung tätigen Ärztinnen und Ärzte wahrnehmen und welche systemischen Faktoren der Organisationskultur gemeinsam mit den Leistungserbringern im Sinne eines kontinuierlichen Lernprozesses angegangen werden können.

Die Studie wurde mit dem Förderpreis 2011 des Forums Managed Care ausgezeichnet.

 

 

 

Zwischenfälle und medizinische Fehler belasten und beeinflussen erheblich das berufliche und gesundheitliche Wohlbefinden von Ärztinnen und Ärzten. Das von der Stiftung für Patientensicherheit durchgeführte und von der FMH massgeblich finanzierte Projekt hatte zum Ziel, die ärztlichen Mitarbeitenden im Umgang mit Zwischenfällen zu unterstützen und die Kommunikations- und Sicherheitskultur zu fördern. Die Ergebnisse des Projekts publizierte die Stiftung für Patientensicherheit, die laufend Weiterbildungen zum Thema durchführt, in Form von verschiedenen Informationsbroschüren inklusive Empfehlungen an verschiedene Zielgruppen.

 


 
 
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