DE | FR | IT | Suche  
A A A
 
 

FMH Swiss Medical AssociationRubrik Politik & Themen
 
SERVICES SIWF AMBULANTE TARIFE STATIONÄRE TARIFE POLITIK & THEMEN ÜBER DIE FMH SAQM
Zur Startseite Seite drucken Zum Kontaktformular Inhaltsverzeichnis Rechtliche Informationen
 
 
 

HTA - Health Technology Assessment

Das Schweizer Gesundheitswesen soll qualitativ hochstehen und finanzierbar bleiben. Dank den medizinischen Fortschritten steht heute den Ärztinnen und Ärzten und den Patienten eine Vielzahl von Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Gemeinsam mit der demographischen Entwicklung trägt dies zur zunehmenden Nachfrage nach medizinischen Leistungen bei. Zu Recht verlangt das Krankenversicherungsgesetz in Art. 32 deshalb, dass Leistungen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung wirksam, zweckmässig und wirtschaftlich sein müssen (WZW-Kriterien).

 

Health Technology Assessment (HTA) ist eine Methode, um Leistungen – bereits bewährte und auch neue – auf diese WZW-Kriterien hin zu überprüfen. Zu einer definierten Fragestellung werden die verfügbaren wissenschaftlichen Kenntnisse gesammelt und analysiert. Einbezogen werden dabei sowohl Kriterien der Sicherheit, Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit als auch ethische, organisatorische, soziale sowie rechtliche Aspekte.

 

Die FMH erachtet HTA als ein wirkungsvolles Instrument zur Beurteilung von medizinischen Leistungen – es analysiert, welche medizinische Behandlung für Patienten optimal und welche unnötig ist. Auf diese Weise hilft HTA mit, die Qualität medizinischer Behandlungen zu verbessern, und schafft Transparenz für Leistungserbringer und Patienten.

 

Die FMH unterstützt die verschiedenen HTA-Aktivitäten in der Schweiz und bringt ihr medizinisches und methodisches Wissen mit ein:

 

Swiss Medical Board  

 

Im Frühling 2008 hat die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich das Pilotprojekt «Medical Board» gestartet, um bei der Sicherstellung der im Krankenversicherungsgesetz geforderten Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit von medizinischen Behandlungen mitzuwirken. Die weitgehend positiven Reaktionen auf diesen Vorstoss haben die Überführung in eine national verankerte, unabhängige Institution nahe gelegt. Als Träger für eine solche Institution haben sich die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren (GDK), die Verbindung der Schweizer Ärztinnen und Ärzte (FMH) sowie die Schweizerische Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) gefunden. Mit der Gründung des Trägervereins Swiss Medical Board am 4. Februar 2011 ist die schweizweite Verankerung erfolgt.

 

Das Swiss Medical Board ist ein von Verwaltung, Leistungserbringern und Industrie unabhängiges Gremium. Seine Aufgabe ist es, diagnostische Verfahren und therapeutische Interventionen aus der Sicht der Medizin, der Ökonomie, der Ethik und des Rechts zu analysieren und schriftliche Empfehlungen zuhanden der politischen Entscheidungsträger und der Leistungserbringer zu formulieren. Sieben solcher Fachberichte hat das Swiss Medical Board bereits veröffentlicht.

 

SwissHTA  

 

SwissHTA wurde initiiert durch die Krankenversicherer – vertreten durch santésuisse – und die Pharmaindustrie. Mitgetragen wird das Projekt von der FMH und der SAMW. Auch ist der Bund als Beobachter am Projekt beteiligt.

 

Das Ziel von SwissHTA ist die Erarbeitung eines Schweizer Konsenspapiers für die Bewertung medizinischer Leistungen sowie den Einsatz und die Ausgestaltung von HTAs. Dieses Dokument soll den aktuellen Stand der einschlägigen wissenschaftlichen Entwicklung und die in anderen Ländern gemachten Erfahrungen mit der Anwendung von HTAs wiederspiegeln. Unter Berücksichtigung der institutionellen und normativen Rahmenbedingungen hierzulande sowie der Erwartungen der Schweizer Bürger an eine solidarische Krankenversicherung sollen Kriterien und Eckpunkte festgelegt werden, damit eine valide Bewertung medizinischer Interventionen in der Schweiz realisiert werden kann.

 

SNHTA  

 

Das Swiss Network for Health Technology Assessment SNHTA wurde 1999 gegründet. SNHTA zielt unter anderem darauf ab, HTA-Projekte zu fördern, die beschränkten Mittel für HTA optimal einzusetzen, den Informations- und Wissensaustausch zwischen den verschiedenen HTA-Akteuren zu verbessern sowie die internationale Zusammenarbeit und Vernetzung zu stärken.

 

Bundesbehörden, universitäre Institutionen, einige Universitätsspitäler sowie Kantone und die FMH – seit der Gründung mit dabei – sind Mitglieder. Weitere Organisationen, die sich mit HTA beschäftigen, sind gemäss den Statuten eingeladen, sich als Mitglied dem SNHTA anzuschliessen.

 


 
 
Seite drucken Fenster schliessen
© 2017, FMH Swiss Medical Association, Elfenstrasse 18, Postfach 300, 3000 Bern 15, Phone +41 31 359 11 11, Fax +41 31 359 11 12